Doppelprogramm

suspekt

12.12.25, 17:00 Kommunales Kino

zu Gast: Werner „Swiss“ Schweizer im Gespräch mit Didi Danquart

SUSPEKT

von Christian Labhart, CH 2005, OF, 82 Min

Eine lichtdurchflutete Fabrikhalle. Drei Kameras. Einander gegenüber sitzen sich Bernard Rambert und Julia Klebs. Er, einer der bekanntesten Strafverteidiger der Schweiz, sie Redaktorin der Zeitschrift «Widerspruch». Sie tritt mit Rambert in einen Dialog - ein emotionaler Austausch beginnt - nie oberflächlich und mit dem Anspruch, ohne ideologische Scheuklappen die Tiefe hinter den Fakten zu ergründen.

Bernard Rambert, der «Rote Beni», ist einer der bekanntesten und umstrittensten Strafverteidiger der Schweiz. Der «Terroristenanwalt» erzählt ausführlich von seiner Tätigkeit und ordnet diese in die historischen Kontexte der letzten 50 Jahre ein. Zahlreiche Archivbilder zeigen ihn als Akteur in umstrittenen Strafprozessen.

Welche Bilanz zieht ein Mensch, der sein ganzes Leben mit juristischen Mitteln für radikale Veränderungen gekämpft hat?

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opflükinger

12.12.25, 19:00 Uhr Kommunlaes Kino

zu Gast: Werner „Swiss“ Schweizer im Gespräch mit Didi Danquart

OPERATION SILENCE - DIE AFFÄRE FLÜKIGER

Dokumentarfilm von Werner “Swiss” Schweizer, CH 2023, 104 Min

Der Berner Bauernsohn Rudolf Flükiger wird als Soldat nach einem Orientierungslauf im Herbst 1977 in einem Wald im Jura auf der französischen Seite der Grenze tot aufgefunden. Schon bald kursieren die Spekulationen: War es ein Selbstmord, ein möglicher Anschlag der deutschen Terrororganisation RAF oder gar ein Mord, ausgeführt von Seperatist:innen, die militant für die Abtrennung des Juras vom Kanton Bern kämpften? Der Regisseur begibt sich auf Spurensuche und versucht Licht hinter die mysteriösen Ereignisse rund um die Abstimmung zur Bildung des Kanton Juras zu bringen.

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arbeiterklasse

13.12.25, 19:00 Uhr, Kommunales Kino

zu Gast: Samir und Werner „Swiss“ Schweizer, im Gespräch mit Didi Danquart

Die wundersame Verwandlung der Arbeiterklasse in Ausländer

Dokumentarfilm von Samir, CH 2025, OmU, 129 Min

Hatten bis in die 1950iger Jahre hinein die SP und Gewerkschaften die Schweizerische Arbeiter:innenkultur geführt, verloren diese Institutionen später mehr und mehr an Bedeutung. Die Werktätigen wurden unterteilt in »Einheimische und Migrant:innen«. Heute spricht niemand mehr von der »Arbeiterklasse«. Und der Begriff »Arbeiter« ist zum Synonym von »Ausländer« geworden.
„Als Kind der 68er-Generation habe ich stets aktiv an gesellschaftlichen Ereignissen teilgenommen. In meinem Dokumentarfilm beschäftige ich mich daher mit der Frage, ob und wie ich mein persönliches Erleben und meine politische Reflexion in die künstlerische Arbeit integrieren kann." Regisseur Samir erzählt einmal mehr auf unterhaltsame Weise mithilfe von Animationen, Musik-Clips, Zeitzeug:innen, privaten Familienfotos und unbekanntem Archivmaterial die Geschichte der Migration aus den südlichen Nachbarländern in die Schweiz, von der Nachkriegszeit bis heute.

Im Anschluss an die Filmvorführungen wird Didi Danquart ein Gespräch mit dem im Irak geborenen Autor Samir und dem Produzenten Werner "Swiss" Schweizer führen und die Fragen des anwesenden Publikums moderierend begleiten.

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